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  2. Deutsches Boeing Stearman Doppeldecker-Flugzeug-Treffen mit Kiebitz-Doppeldecker-Beteiligung am 17. Juni 2005
03.06.2005

Das schon seit längerem auf unserer Homepage angekündigte 2. Treffen der Boeing-Stearman-Doppeldecker war ein voller Erfolg. Viele Doppeldecker waren zum Flughafen Braunschweig gekommen und wurden von zahlreichen Besuchern bestaunt. Am Abend starteten dann die wunderschönen offenen Doppeldecker zum Formationsflug über Wolfsburg nach Magdeburg.

Unser Bild zeigt von links: Herr Algermissen, Präsident des Deutschen Aeroclubs, Herr Schnellecke, Oberbürgermeister der Stadt Wolfsburg, Herr Volke, Unternehmer, Frau Kükelhahn, Bürgermeisterin der Stadt Braunschweig, Herr Bertram, Organisator des Doppeldecker-Treffens, Herr Manlik, Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafengesellschaft Braunschweig mbH, Herr Baumbach, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft Braunschweig mbH

 

Der Wolfsburger Flugsportler Hans Bertram hat die vieljährige Tradition von Flugzeugtreffen aus den USA aufgegriffen und lädt zum 17. Juni 2005 zu einem zweiten Treffen der deutschen Boeing Stearman Doppeldecker auf dem Flughafen Braunschweig ein. Mit dabei sind auch einige Kiebitz-Doppeldecker. Insgesamt werden, je nach der Wetterlage in Deutschland, zwischen 15 und 30 Maschinen erwartet. Das Treffen der Flieger wird am 18. Juni 2005 in Magdeburg und am 19. Juni 2005 in Stendal fortgesetzt.

Die Auftaktveranstaltung beginnt am 17. Juni 2005 um 18.00 Uhr auf dem Flughafen Braunschweig. Der Flugplatz wurde deshalb gewählt, weil hier sich der Sitz der Geschäftsstelle des Deutschen Aero Clubs, der Standort des Luftfahrtbundesamtes und der Flugunfall-Untersuchungsstelle befindet. Außerdem sind dort das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Aerodata, ein großes, weltweit operierendes lufttechnisches Unternehmen, beheimatet.

Der Braunschweiger Flugplatz ist Standort von sechs der in Deutschland stationierten 16 Boeing Stearman Doppeldecker. Wegen der besonderen Bedeutung des Flugtages für die Region Braunschweig-Wolfsburg haben sowohl die Bürgermeisterin von Braunschweig wie auch der Oberbürgermeister von Wolfsburg ihr Kommen zugesagt. Teilnehmen werden auch der Präsident des Deutschen Aero Clubs und der Aufsichtsratsvorsitzende der Flughafengesellschaft. Die Flugzeuge fliegen am gleichen Abend zwischen 20.00 und 20.30 Uhr von Braunschweig über Wolfsburg im Formationsflug nach Stendal.

Die Boeing Stearman gilt als das spektakulärste Doppeldecker-Flugzeug aller Zeiten. Nach dem Kriegseintritt der USA ab 1941 wurde dieses Flugzeug in Stückzahlen bis zu 12.000 gebaut und als Ausbildungsmaschine verwendet. Nach dem Kriege wurden die meisten Flugzeuge verschrottet. Erst nach 1970 bsann man sich auf die traditionellen Flugzeuge und restaurierte einige noch vorhandene Maschinen.

Begleitet werden die Boeing Stearmans von einigen Kiebitz-Doppeldeckern, einer leichten Maschine mit geringem Kraftstoffverbrauch. Heute wird der Kiebitz nur in Eigenbauweise bei einem Zeitaufwand von etwa 2.000 Stunden selbst gebaut. Nur Motor und Räder werden komplett hinzugefügt. Zur Zeit fliegen etwa 120 Maschinen in Deutschland, 20 sind von zukünftigen Kiebitz-Piloten in Bau. Beide Maschinen, mit denen Mythos und Abenteuer verbunden sind, erregen bei Flugtagen immer wieder Aufmerksamkeit der Zuschauer.

Die Doppeldecker können von den Flughafen-Terrassen betrachtet werden.

Weiteres:

Die Entwicklung des Stearman Doppeldeckers in Amerika geht bis auf Anfang der 30-iger Jahre zurück. Boeing übernahm die weitere Fertigung von dem ursprünglichen Konstrukteur Stearman. Somit bekam dieser Doppeldecker die Bezeichnung –Boeing Stearman- zunächst als Modell 75. Nachdem Amerika 1941 gegen Deutschland in den Krieg eintrat, war der Bedarf an Schulflugzeugen groß. Boeing bekam einen Großauftrag. Somit wurden in kurzer Zeit weit über 11.000 Boeing Stearman-Trainer gebaut und an die US-Neavy und US-Army ausgeliefert. Erst später bekamen viele dieser Trainer, wie auch die von Hans Bertram, die Bezeichnung PT 17. Dieses war die bekannteste Variante.

Nichtbewußt, des einmal historischen Wertes, wurden nach dem Krieg 1945 diese Trainerflugzeuge, wie auch alle anderen Kriegsgeräte vernichtet. Nur vereinzelte blieben hiervon verschont. Die von Hans Bertram, Baujahr 1942, gelangte 1952 von USA nach England.

1963 im Flug von England nach Israel überführt und am Ben-Gorion Airbase stationiert. Hier wurde sie mit am 8 Tage-Krieg gegen Ägypten zur Luftverteidigung als Beobachtungsmaschine eingesetzt.

1973 von der Gesellschaft Keenair (England) erworben und im Flug am 08.03.1973 am Flugplatz „Speke" Liverpool angekommen. Alle Aufzeichnungen, wie Bordbücher, Lebenslauf und Wartungsunterlagen sind nicht vorhanden. Sämtliche Spuren einer bisherigen Existenz der Maschine wurden vom israelischen Geheimdienst vernichtet.

1979 die Maschine verläßt den Flugplatz „Speke" Liverpool, wird in Sandown stationiert und befindet sich zeitweilig auf dem Fluggelände Shoreham bei London, einem Stearman Mekka. Die israelisch weiß-rote Sonnenstrahl-Lackierung wird aufgegeben und original US-Army gelb-blau angebracht.

1984 13.10.1984 im Flug von England kommend in Stockholm/Schweden gelandet. Wird am Fluggelände Barkaby stationiert und bekommt die Kennung SE-AMT. Von 1986 bis 1995 von Grund auf restauriert.

1999 von Schweden nach Deutschland. Hans Bertram hat sie erworben. Am 18.08.1999 im Flug von Stockholm kommend über Malmö am Flugplatz Braunschweig angelangt. Da auch Schweden EU-Land, verbleibt die Kennung SE-AMT am Standort Braunschweig in Deutschland.

2004 Abmeldung aus der Luftfahrzeugrolle Schwedens. Sie bekommt die Kennung D-EWWB.

Hans Bertram hat die Kunstflugberechtigung und fliegt mit der Boeing Stearman Kunstflugfiguren soweit wie mit ihr möglich.

Pilot und Besitzer: Hans Bertram, 73 Jahre, Landwirt aus Wolfsburg

Hans Bertram

Von-Ebner-Eschenbach-Ring 18

38446 Wolfsburg

Tel. + Fax.: 05363/4416

 

 



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